
| Datum | Inhalt | Besonderheit | Link |
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| 25.09.1943 | Robert Lauth ist haupt- oder nebenberuflich Künstler und malt Aquarelle, die der über eine Galerie verkauft. Offenbar wurde er direkt mit Kriegsbeginn zur Wehrmacht eingezogen. Zum Datum des ersten uns vorliegenden Briefes ist er als Hauptmann in Foggia / Süd-Ost Italien stationiert. Er fährt nach einem Heimaturlaub zurück zu seiner Kompanie. Von München aus schreibt er nach Ludwigshafen, wo seine Familie wohnt, und berichtet, dass er zu Hause einige Dinge vergessen, die er bittet, ihm nachzusenden. Ev. steht der Heimaturlaub im Zusammenhang mit der Beerdigung seiner Schwägerin, denn in einem späteren Schreiben erwähnt er deren Tod während eines englischen Bombenangriffes auf Ludwigshafen. Er warnt seine Ehefrau, länger in Ludwigshafen zu bleiben. Seine Familie ist offenbar wohlhabend, denn sie ist zur 'Reichensteuer' veranlagt. Er bittet, den wertvolleren und lebensmotwendigen Besitz auszulagern. | Briefwiedergabe | |
| 3.10.1943 | Robert Lauth ist in einem kleinen Dorf bei Udine/Oberitalien angekommen, wohin seine Kompanie während seiner Abwesenheit geflohen ist. Er hat sich in Italien eine Schreibmaschine verschafft, außerdem einige 'schöne Sachen', die er gerne nach Hause senden will. Er drängt seine Frau nochmals Ludwigshafen zu verlassen. | Brief in Schreibmaschinenschrift | Briefwiedergabe |
| 3.10.1943 | Robert Lauth ist in einem kleinen Dorf bei Udine/Oberitalien stationiert. Seine Frau hat Ludwigshafen verlassen und ist nach Bad Dürkheim gezogen. Sohn Werner ist als Flakhelfer in Ludwigshafen verblieben, Sohn Wolfgang als HJ-ler nach Frankreich eingezogen worden. | Brief in Schreibmaschinenschrift | Briefwiedergabe |
| 3.11.1943 | Robert Lauth schickt seiner Frau Geburtstagswünsche und erklärt, zu Weihnachten wieder nach Hause zu kommen, sofern es keine Urlaubssperre gibt. | Brief in Schreibmaschinenschrift | Briefwiedergabe |
| 30.11.1943 | Hans, der Bruder von Frau Lauth hatte offenbar ebenfalls Fronturlaub, um zur Beerdigung seiner Mutter nach Ludwigshafen zu kommen. Von der Ostfront schreibt er an seine Schwester und beschreibt nochmals den schmerzhaften Verlust der Ehefrau. | Brief in nahezu unleserlicher Handschrift. | Briefwiedergabe |
| 03.01.1944 | Hans Wagner, der Bruder von Frau Lauth bedankt sich bei seiner Schwester für ein Weihnachtspäckchen und beschreibt nochmals den schmerzhaften Verlust der Ehefrau. Er hofft auf den Sieg Deutschlands im Neuen Jahr | Brief in nahezu unleserlicher Handschrift. | Briefwiedergabe |
| 06.01.1944 | Hptm. Robert Lauth an seine Ehefrau, er bittet sie, seine alten 1. Weltkriegs Uniformteile der Volksopfer Sammlung zu übergeben | handschriftlicher Brief | Briefwiedergabe |
| 10.02.1944 | Hptm. Robert Lauth an seine Ehefrau, er erklärt ihr, dass er mangels italienischen Geldes kaum noch Waren kaufen und zu ihr nach Hause schicken kann. | handschriftlicher Brief | Briefwiedergabe |
| 18.03.1944 | Hptm. Robert Lauth an seine Ehefrau, Verlegung von Udine in die Abruzzenregion, Lazarettaufenthalt wegen Malaria, so gut wie keine Einkaufsmöglichkeit mehr da kaum Lire und Preise hier vielfach höher | handschriftlicher Brief | Briefwiedergabe |
| 25.03.1944 | Hptm. Robert Lauth an seine Ehefrau, Hauptmann Lauth liegt noch immer im Lazarett, seine Frau ist zur Erholung vor den ständigen Bombardierungen des Ludwigshafener Raums nach Dresden gefahren. Herr Lauth sorgt sich um die Auslagerung seines wertvollen Besitzes aus dem Bad Dürkheimer Haus. | handschriftlicher Brief | Briefwiedergabe |
| 04.04.1944 | Hptm. Robert Lauth an seine Ehefrau, Hauptmann Lauth ist aus dem Lazarett entlassen worden, seine Frau befindet sich noch in Dresden gefahren. Der Batallionsführer, ein Major, ist in Urlaub und Hauptmann Lauth vertritt ihn. Er hofft vor dessen Rückkehr ebenfalls zum Major befördert worden zu sein. Als Termin hierzu stellt er sich den 20. April, den Geburtstag Adolf Hitlers, vor, ein beliebter Stichtag für Beförderungen. Er ist für einen deutschen Feldflugplatz am Gran Sasso zuständig. | maschinenschriftlicher Brief | Briefwiedergabe |
| 08.04.1944 | Hptm. Robert Lauth an seine Ehefrau, Hauptmann Lauth rechnet weiter mit seiner kurz bevorstehenden Beförderung zum Major. Er hat seiner Ehefrau alte, ungeramten italienische Gemälde geschickt und bittet sie, dieses Paket, das ein Heimaturlauber nach Deutschland bringt, ungeöffnet zu Hause zu lagern. | maschinenschriftlicher Brief | Briefwiedergabe |
| 08.04.1944 | Hptm. Robert Lauth an seine Ehefrau, Hauptmann Lauth rechnet weiter mit seiner kurz bevorstehenden Beförderung zum Major. Der Fühling hat in Italien Einzug gehalten und es ist warm geworden. Er hat einige Päckchen nach Hause geschickt - so überschüssige Uniformsteile - und erläutert den Zweck. . | maschinenschriftlicher Brief | Briefwiedergabe |
| 17.04.1944 | Hptm. Robert Lauth beschreibt eine Besichtigungstour in den Abruzzen, die er sich wegen der offenbar feindlichen Bevölkerung nicht waffenlos getraut habe. Er spricht von Tieffliegerangriffen und Flugplätzen, die seine Einheit betreut. Er berichtete von ständigen Angriffen alliierter Tiefflieger, er hofft auf einen baldigen Sieg der Wehrmacht, er fragt an, ob seine Pakete mit Kunstbildern angekommen sind, er hofft auf seine Beförderung zum Geburtstag des Führers, er berichtet von Katja, einer polnischen Zwangsarbeiterin, mit der seine Familie in Ludwigshafen in irgend einer Weise Kontakt hatte und die bei einerLuftwaffeneinheit dient, deren gesamten Rückzug vom Balkan mitgemacht hatte und die dabei ihren gesamten Besitz und alle Kleidung zurücklassen musste. Dr. Lauth bittet seine Ehefrau ihr, wenn möglich, nicht mehr benötigte Kleidung zu ihrer Einheit nach Reichshof zu schicken. | maschinenschriftlicher Brief | Briefwiedergabe |
| 05.05.1944 | Hptm. Robert Lauth an seine Ehefrau, die alliierten Luftangriffe werden stärker und R. Lauths Truppe weicht erst nach Florenz aus, das sie aber bereits nach 5 Tagen verlässt, da sie dort schutzlos den Bombenangriffen ausgesetzt sind. Sie weichen in ein Tal aus und warten auf Transportmöglichkeit. Die Truppe soll nach Bromberg verlegt werden. Auch sein Wohnhaus in Dürkheim ist bombardiert worden, wobei erheblicher Schaden entstanden ist. | handschriftlicher Brief | Briefwiedergabe |
| 01.06.1944 | zwei Briefe von Katja Baben..., offenbar eine polnische Zwangsarbeiterin, die in nicht näher beschriebener Weise engen Kontakt zu Hauptmann Lauth hatte und auch in dessen Luftwaffeneinheit diente, nun jedoch in einer anderen Einheit zugeteilt ist, die sich im Wege des Rückzugs vom Balkan, Nähe Dubrovnik, in Reichshof aufhält. Sie schreibt einen sehr persönlichen und einen formelleren Brief an Hauptmann Lauth, an dessen ehemalige Adresse in Ludwigshafen. In einem weiteren Brief antwortet Frau Lauth und verweist darauf, dass sie ihre Briefe an ihren Mann weiterleitet, dessen Einheit mittlerweile nach Litauen verlegt wurde. | 3 handschriftliche Briefe | Briefwiedergabe |
| 07.06.1944 | Brief von Hauptmann Robert Lauth, er berichtet davon mangels Radio keine genaue Kenntnis der Lage mehr zu haben, antwortet auf den Bericht der Frau, die zu Pfingsten bei einem Besuch in Ludwigshafern erneut alliierter Bombardierung ausgesetzt war und schreibt, dass er nun für ein Lager mit 2000 Juden verantwortlich ist. | maschinenschriftlicher Brief, 2 Seiten | Briefwiedergabe |
| 21.06.1944 | Brief des Bruders von Hauptmann Robert Lauth, Rudolf Lauth, ebenfalls stationiert in Italien, er erwähnt die Invasion der Alliierten und die Vergeltungsaktionen gegen England | handschriftlicher Brief, 2 Seiten | Briefwiedergabe |